Hausverkauf bei Scheidung - Was gilt es zu beachten?

Wichtiges beim Hausverkauf bei einer Scheidung

Wenn keiner der Ehepartner im Haus der Familie bleiben möchte oder sich keiner leisten kann, den anderen aufzukaufen, können Sie die Immobilie auf den Markt bringen und versuchen, den bestmöglichen Preis dafür zu erzielen. Beachten Sie, dass Sie vor der Aufteilung des Verkaufserlöses die Hypothek, eine etwaige Eigenkapital- oder Zweithypothek sowie die Maklergebühren zurückzahlen müssen. Eventuell anfallende Kapitalertragssteuern müssen beim Hausverkauf bei Scheidung ebenfalls bezahlt werden.

Diese Kosten sind ein Nachteil des Verkaufs, insbesondere wenn die Marktbedingungen für Verkäufer nicht gut sind. Ein weiterer Nachteil ist die Notwendigkeit, die Kinder zu entwurzeln, wenn sie sich bereits an viele Veränderungen gewöhnt haben. Aber es gibt auch Vorteile. Beide Ehepartner erhalten Geld, um von vorne zu beginnen.

Sobald Sie sich für den Hausverkauf bei Scheidung entschieden haben, werden Sie mit einem langwierigen und detaillierten Prozess konfrontiert sein, der eine Reihe von Projekten umfasst. Jedes dieser Projekte erfordert im besten Fall harte Arbeit, und der emotionale Umbruch, der mit einer Scheidung einhergeht, macht sie nicht einfacher. Im Folgenden wird näher erläutert, worauf Sie bei einem Hausverkauf bei Scheidung achten müssen.

Einen Agenten auswählen

Während es im Allgemeinen in Ordnung ist, ein Haus ohne einen Makler zu verkaufen, wird es nicht empfohlen, wenn Sie sich mitten in einer Scheidung befinden - der zusätzliche Stress ist wirklich nicht notwendig. Versuchen Sie nicht viel Zeit damit zu verbringen, darüber zu streiten, wer der beste Agent sein wird.

Wenn Sie mit dem Makler zufrieden waren, der bei dem Kauf des Hauses mit Ihnen zusammengearbeitet hat, prüfen Sie, ob diese Person verfügbar ist. Wenn Sie bei Null anfangen und Probleme mit der Einigung haben, sollte jeder von Ihnen einen Freund oder Verwandten auswählen und diese beiden Personen über einen Agenten abstimmen lassen. Oder Sie können jeweils einen Agenten auswählen und diese beiden Agenten einen dritten auswählen lassen, um das Haus zu verkaufen.

Preisvorstellung

Befolgen Sie die Ratschläge des Maklers zu Ihrem Angebotspreis. Dies ist einer der Hauptgründe, warum Sie einen Experten hinzuziehen, anstatt das Haus selbst zu verkaufen. Wenn Sie diese Entscheidung dem Agenten überlassen, wird ein möglicher Konflikt beseitigt. Wenn Sie der Meinung sind, dass die Meinung des Agenten wirklich falsch ist, benötigen Sie möglicherweise einen anderen Agenten (oder eine eigene Realitätsprüfung).

Vorbereitunf für den Hausverkauf bei Scheidung

Das Haus fertig zu machen kann der schwierigste Teil des Verkaufsprozesses sein. Oft müssen einige Arbeiten erledigt werden - kleinere Reparaturen, Malerarbeiten und ähnliches -, bevor das Haus verkauft werden kann. Einige Häuser müssen möglicherweise gewartet oder aktualisiert werden, bevor sie verkauft werden können.

Dies kostet Geld und Zeit und erfordert einige Entscheidungen von Ihnen. Bereiten Sie sich auf diese Diskussionen vor, indem Sie Ihre Prioritäten mit Ihrem Scheidungsanwalt besprechen und sich vor der endgültigen Entscheidung bei Ihrem Anwalt erkundigen.

Wenn Sie sich für die Zusammenarbeit mit einem Immobilienmakler entscheiden, können Sie und Ihr Ehepartner den Makler gemeinsam nutzen, da Sie beide auf dasselbe Ziel hinarbeiten und die Möglichkeit haben, dass jemand in Ihrem Namen arbeitet, kann den Prozess vereinfachen.

Angebote prüfen

Sie müssen zusammenarbeiten, wenn es darum geht, Angebote potenzieller Käufer zu prüfen, insbesondere, wenn Sie an einem Ort leben, an dem der Immobilienmarkt volatil ist. Ihr Agent kann Sie natürlich beraten, aber letztendlich müssen Sie die Entscheidung gemeinsam treffen.

Ein Angebot annehmen

Eine der größten Entscheidungen beim Verkauf Ihres Hauses ist, wie viel Sie dafür verlangen werden. Besprechen Sie Ihre Preisvorstellung mit Ihrem Ehepartner und Ihrem Immobilienmakler. Vereinbaren Sie einen Preis, mit dem Sie beide einverstanden sind, oder, wenn Sie nicht einverstanden sind, denken Sie daran, der Meinung Ihres Agenten zu vertrauen. Sie sollten dies auch mit Ihrem Scheidungsanwalt besprechen.

Sobald die Angebote eingehen, bereiten Sie sich darauf vor, ernsthafte Gespräche mit Ihrem Ehepartner, Ihrem Vertreter und Ihrem Scheidungsanwalt zu führen. Bei Meinungsverschiedenheiten über die Annahme oder Ablehnung bestimmter Angebote lassen Sie sich von Ihrem Anwalt und Ihrem Immobilienmakler beraten, um unnötige Streitigkeiten zu vermeiden.

Denken Sie daran, dafür sind sie da. Glücklicherweise fällt es manchen Scheidungspaaren nicht schwer, ein Haus zusammen zu verkaufen, da beide Ehegatten letztendlich einen rechtzeitigen, rentablen Verkauf wünschen.

Das Geld teilen

Schließlich müssen Sie ermitteln, wie Sie den Erlös aufteilen können. Im Allgemeinen sollte dies nicht zu komplex sein - die Treuhandgesellschaft kann das Geld verteilen, nachdem Sie alle Verpflichtungen für das Haus erfüllt und alle anderen von Ihnen vereinbarten Zahlungen getätigt haben. (Zum Beispiel könnten Sie Eheschulden mit dem Erlös aus dem Hausverkauf abbezahlen.)

Wichtige Fragen zum Thema: Hausverkauf bei Scheidung

Warum entscheiden sich manche für den Verkauf?

Es hat Vorteile, das Haus mitten im Scheidungsprozess zu verkaufen, sowohl finanziell als auch persönlich. Der Gewinn aus dem Verkauf Ihres Eigenheims könnte jedem Ehepartner eine solide Grundlage für einen Neuanfang bieten. Der Verkauf des ehelichen Hauses und die Eliminierung dieser geteilten Investition können ebenfalls dazu beitragen, einen rechtlichen und emotionalen Abschluss zu erzielen. Die Entscheidung, vor der Scheidung zu verkaufen, kann auch dazu beitragen, dass jede Partei die Möglichkeit hat, mit anderen finanziellen Verpflichtungen und Schulden umzugehen. Außerdem entscheiden sich Paare oft dafür, ihr Haus zu verkaufen, da es nicht mehr erschwinglich ist, es nach der Trennung zu behalten.

Sollten Sie den Anteil Ihres Ehepartners am Eigenheim aufkaufen?

Der Erwerb des Anteils Ihres Ehepartners am Haus zur Übernahme des vollständigen Eigentums ist aus mehreren Gründen sinnvoll:

Immobilienanwälte sagen, dass in der Regel einer oder beide Ehepartner das Haus behalten möchten. Die eigentliche Frage ist jedoch, ob sich einer von ihnen dies leisten kann. In der Regel haben sich die Ehegatten gemeinsam für ihre Hypothek qualifiziert, und nur einer oder keiner kann die Hypothek unabhängig übernehmen. In diesem Szenario ist die Person, die das Haus behalten kann, diejenige, die das Geld aufbringt, um das andere auszukaufen. Dies kann eine Herausforderung sein, wenn Ihr gesamtes Vermögen, einschließlich Ihrer Ersparnisse, während der Scheidung aufgeteilt wird.

Was passiert mit der Hypothek nach Ihrer Scheidung?

Nach einer Scheidung passiert mit der Hypothek auf das Miteigentum in der Regel eines von zwei Dingen: Sie verkaufen das Haus, um es zurückzuzahlen, und jeder Ehegatte kassiert seinen Anteil am Nettoerlös, oder ein Ehepartner übernimmt das Eigentum am Haus durch Refinanzierung die Hypothek unter ihrem Namen. Natürlich benötigt der Ehepartner, der das Eigentum übernimmt, das erforderliche Einkommen und die erforderliche Kreditwürdigkeit, um sich für das neue Darlehen zu qualifizieren.

Was ist, wenn Ihr Ehepartner den Verkauf ablehnt?

Es kann sein, dass Sie das Haus in einer Scheidung verkaufen müssen, Ihr Ehepartner jedoch nicht kooperiert. Wenn Ihr Ehepartner es sich nicht leisten kann, müssen Sie mit Ihrem Scheidungsanwalt zusammenarbeiten, um einen Antrag bei einem Familienrichter einzureichen und den Verkauf zu erzwingen. Wenn Sie während eines Wohnungsverkaufs mit Ihrem Ehepartner nicht einverstanden sind, ist es wichtig, einen erfahrenen Immobilienmakler hinzuzuziehen, der die Transaktion verwaltet und die gesamte Kommunikation abwickelt.

Was gibt es beim Hausverkauf bei Scheidung noch zu beachten?

Vergewissern Sie sich, dass die Attraktivität Ihres Hauses aufgefrischt wird:
Mähen Sie den Rasen, schneiden Sie die Hecken ab, bessern Sie abgebrochene oder abblätternde Farben aus und entfernen Sie Schmutz vom Vordereingang. Auf diese Weise zeigen Sie potenziellen Käufern, dass Sie viel Wert auf die regelmäßige Pflege Ihres Eigenheims legen.
Außerdem sieht ein sauberes und ordentliches Zuhause viel einladender und schöner aus.

Welche Steuern fallen beim Hausverkauf an?

Welche Steuern gibt es beim Hausverkauf?

Für einen Verkäufer fallen die meisten Steuern beim Hausverkauf an. Die wohl wichtigste Steuer, die an das Finanzamt gezahlt werden muss, ist die Einkommensteuer. Diese wird auf den Gewinn des Verkaufs erhoben. Um aber die Steuerlast genau bestimmen zu können, spielen noch weitere Regelungen und Unterschiede eine Rolle.

Dazu gehört unter anderem auch, ob das Objekt eigen- oder fremd genutzt wurde. In diesem Artikel möchten wir deswegen aufzeigen, welche weiteren Steuern noch anfallen können (Umsatzsteuer etc.) und welche Regelungen noch zu beachten sind.

report

Was ist eine Spekulationssteuer?

Es gibt ein Spekulationsfrist für Immobilien und Grundstücke die der Staat festgelegt hat. Die Frist liegt bei 10 Jahren wenn Sie Immobilien innerhalb von 10 Jahre wiederverkaufen wird diese Steuer fällig.

Hausverkauf Steuern - Welche gibts und wie hoch sind diese?

Bei einem Hausverkauf können verschiedene Steuern anfallen, die allerdings nicht zwangsläufig bei jedem Verkauf anfallen müssen.

Die Einkommensteuer bei Hausverkauf

Auf das Privateinkommen von Personen wird die Einkommensteuer erhoben. Bekannt ist diese auch unter dem Namen Gemeinschaftssteuer oder direkte Steuer. Wie hoch die Einkommensteuer ist, hängt ganz vom jeweiligen Einkommen einer Person ab.

In Deutschland gibt es einen sogenannten Grundfreibetrag. Dieser ändert sich jedes Jahr und zeigt auf, bis zu welchem Einkommen keine Steuern gezahlt werden müssen. Derzeit liegt dieser bei 9.408 € (Stand: 2020) Sollte dieser Betrag überschritten werden, so hängt die Höhe der Steuer von der Höhe des Einkommens sowie von der Steuerklasse ab.

Wer sein Haus verkauft, der erzielt einen Veräußerungserlös. Sollte dieser Erlös zum Privatvermögen gehören, so werden in der Regel auf diesen Steuern fällig. Der Zeitraum zwischen Anschaffung und Verkauf des Hauses ist hier aber ebenso entscheidend. Sollte die Immobilie also seit mehr als 10 Jahren im Privatbesitz sein, so fällt keine Einkommensteuer an.

Unterschiede im Bezug auf die Einkommensteuer gibt es ebenso durch die Nutzungsweise. Denn Einkommensteuer muss ebenso nicht bezahlt werden, wenn entweder die komplette Zeit oder in den letzten zwei Jahren (vor dem Hausverkauf) das Objekt eigengenutzt wurde. Hierbei handelt es sich um die Spekulationsfrist, welche über Steuer oder keine Steuer entscheidet. Sollte aber eine Steuerpflicht seitens der Verkäufers bestehen, so muss der Veräußerungserlös mit dem Privateinkommen des Verkäufers verrechnet werden. Auf die daraus entstehende Summe wird dann der jeweilige Steuersatz angewandt.

So wird der zu versteuernde Veräußerungsgewinn berechnet

Für die ordnungsgemäße Berechnung der Hausverkauf Steuern ist das Finanzamt zuständig. Dieses ermittelt den exakten Veräußerungsgewinn, der üblicherweise auch den Wertzuwachs eines Hauses widerspiegelt.

Im ersten Schritt der Berechnung wird zunächst einmal ermittelt, ob Erlös oder Verlust entstanden ist. Dafür werden vom Verkaufspreis:

abgezogen. Die sich daraus ergebende Summe stellten den Veräußerungsgewinn oder -verlust dar. Diese Summe muss versteuert werden beziehungsweise bei einem Verlust müssen keine Steuern gezahlt werden. Da die Steuerlast von der höhe des Gewinns berechnet wird, ist es für den Verkäufer von Vorteil, so viele Kosten wie nur möglich geltend zu machen. Dann muss nicht der vollständige Gewinn versteuert werden. Geltend machen lassen sich außerdem:

Die Höhe der Steuerlast bei einem Hausverkauf hängt also vom Gewinn des erzielten Kaufpreises sowie von der Steuerklasse ab. Diese Steuern müssen immer im selben Jahr versteuert werden, in welchem auch der Veräußerungserlös erzielt wurde.

Was passiert bei einer Vorfälligkeitsentschädigung?

Wenn ein Verkäufer einen Kredit für sein Haus aufgenommen hat, diesen aber noch nicht abbezahlt hat zum Zeitpunkt des Verkaufs, dann wird die Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Die Bank hat nämlich das Recht, einen finanziellen Schadensersatz zu fordern, sollte der Besitzer eines Hauses seine Immobilie vor Vollendung der Zinsbindung wieder verkaufen.

Ein solcher Schadensersatz lässt sich mit diesen zwei Möglichkeiten vermeiden:

Sollte sich eine Vorfälligkeitsentschädigung nicht vermeiden lassen, so sollte diese beim Hausverkauf steuerlich geltend gemacht werden. Verrechnen lässt sich diese mit den Veräußerungskosten, sodass der Veräußerungserlös (die Steuergrundlage) verringert wird.

Was hat die Grunderwerbsteuer mit den Hausverkauf Steuern zu tun?

Wer sich in Deutschland ein Grundstück oder eine Immobilie zulegt, der muss Grunderwerbsteuer bezahlen. Diese liegt, je nach Bundesland, zwischen 3,5 % und 6,5 % des Gesamtwertes der Immobilie oder des Grundstücks. Grundsätzlich muss diese Steuer von Käufer getragen werden. Dafür erhält dieser nach dem Kauf eine Rechnung vom Finanzamt.

Der Verkäufer kann zur Kasse geben werden
Sollte der Käufer die Grunderwerbsteuer-Rechnung nicht bezahlen, so ist es möglich, dass der Verkäufer vom Finanzamt angesprochen wird. Dieser ist dann zu der Zahlung dieser Steuer verpflichtet. Das liegt daran, dass beide Parteien, also der Käufer und der Verkäufer, für die Zahlung dieser Steuer haften. Das gilt auch, wenn im Kaufvertrag bereits vereinbart wurde, welche Partei diese Steuer bezahlen muss. Die gute Nachricht ist aber, dass dieses Vorgehen sehr selten vorkommt. Darüber bescheid zu wissen ist trotzdem hilfreich.

Gehört die Umsatzsteuer zu den Steuern beim Hausverkauf dazu?

Beim privaten Verkauf eines Eigenheims besteht keine wird keine Umsatzsteuer erhoben. Anders ist es jedoch, wenn es sich um Gewerbeimmobilien oder gewerblichen Grundstückshandel handelt. Bei einem Privatverkauf fällt Umsatzsteuer nur auf die Makler- und Notargebühren an, welche allerdings vom Käufer getragen werden.

Hinweis: Sollten innerhalb eines Jahres mehr als drei private Immobilien verkauft werden, so kann das Finanzamt von einem gewerblichen Handel ausgehen. Dann wird auch Umsatzsteuer fällig.

Was ist bei der gemischten Nutzung steuerlich zu beachten?

Wenn eine Immobilie zum Teil eigengenutzt, aber auch vermietet wird, dann muss der private Wohnbereich nicht versteuert werden. Die Kosten im anderen Teil des hauses können sich ganz normal abschreiben lassen. Die Mieteinnahmen müssen allerdings versteuert werden.

Um Verwirrungen und Missverständnissen aus dem Weg gehen zu können, ist es möglich, dass der Eigentümer zwei getrennte Kaufverträge mit dem Käufer abschließt. Das Wohneigentum erhält dann einen eigenen Vertrag und es herrscht mehr Transparenz. Zu beachten ist aber, dass von Anfang eine gemischte Nutzung der Immobilie feststeht.

Hausverkauf Steuern bei einem Eigenheim mit Arbeitszimmer

In privat genutzten Immobilien, in welchen sich ein Arbeitszimmer befindet, sollte ebenso Vorsicht geboten sein. In den meisten Fällen kommen keine Probleme auf - entscheidend ist nur, wie das Arbeitszimmer letztendlich genutzt wird. Bei freiberuflichen Tätigkeiten, Selbstständigen und anderen gewerblichen Nutzungen, muss darauf geachtet werden, dass das Arbeitszimmer versteuert werden muss. Die Entscheidungsgewalt liegt hier beim zuständigen Finanzamt. Dieses kann festlegen, ob es sich hier um ein fremd- oder ein eigen genutztes Zimmer handelt. Sollte es nicht eigengenutzt werden, so könnte ein Teil des Veräußerungserlöses, nämlich jener, der für dieses Zimmer anfällt, steuerpflichtig werden. Ist allerdings die Spekulationsfrist bereits abgelaufen, da das Gebäude seit mindestens 10 Jahren im Privatbesitz ist, dann fällt keine Versteuerung an.

Besondere Situationen und Steuern beim Hausverkauf

Hausverkauf im Zuge einer Scheidung
Es gibt verschiedenen Optionen, wie im Fall eines Hausverkaufs während einer Scheidung vorgegangen werden kann. Sollten sich beide Partner für einen Verkauf aussprechen, so wird der Erlös zwischen diesen beiden aufgeteilt. Noch offene Rechnungen und ausstehende Zahlungen in Verbindung mit dem Eigenheim können ebenso mit diesem beglichen werden. Haftbar sind ebenso beide Partner.

Sollte es sich um eine Kapitalanlage handeln, so sollte, aus steuerlichen Gründen, auf die Spekulationsfrist geachtet werden. Weiterführend haben die Ehepartner die Option, das Gebäude auf einen der beiden zu übertragen. Im Zuge dessen muss der Grundbucheintrag geändert und Grunderwerbssteuer gezahlt werden. Der andere Partner wird dafür ausgezahlt. Eine andere Möglichkeit wäre, die noch gemeinsame Immobilie aufzuteilen. Dennoch sollten keine vorschnellen Entscheidungen im Falle einer Scheidung getroffen werden, um keine finanziellen Schaden erleiden zu müssen.

Steuern auf vererbte Immobilien
Wenn geerbt wird, dann muss Erbschaftssteuer bezahlt werden. Das gilt selbstverständlich auch für vererbte Häuser, Wohnungen und Grundstücke. Besonders relevant in einer solchen Situation ist der Verwandtschaftsgrad. Es gibt für Immobilien-Erbschaften unterschiedliche Freibeträge und Steuersätze, die zum einem vom Wert der Immobilie und dem Verwandtschaftsgrad abhängig ist.

Jegliche Freibeträge müssen natürlich nicht versteuert werden. Der Freibetrag steigt und der Erbschaftssteuersatz sinkt, wenn der Verstorbene und der Erbende sehr eng miteinander verwandt sind. Auf dieses Basis kann entschieden werden, ob eine Immobilie behalten oder verkauft werden sollte.

Steuern beim Hausverkauf im Ausland
Um eine doppelte Besteuerung bei Auslands- und Ferienimmobilien zu vermeiden, hat Deutschland mit vielen anderen Ländern sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Bei einem Hausverkauf gelten somit ausschließlich die steuerlichen Pflichten und Regelungen des Landes, in dem das Haus steht. Sollte dieses privat genutzt werden, so fallen in der Regel keine Steuern auf den erzielten Gewinn an. Wenn aber das Gebäude auch an andere Personen vermietet wird, so muss der Verkäufer auf ähnliche Regelungen, wie die deutsche Spekulationsfrist, achten Es gilt also die Regelungen und Gesetze des jeweiligen Landes zu studieren, um ungebeten Komplikationen vermeiden zu können.

Fazit: Hausverkauf Steuern - Worauf müssen Verkäufer achten?

Bei einem Hausverkauf sollte der Verkäufer immer alle Aspekte in Bezug auf die aktuelle Marktlage sowie die persönliche, finanzielle Situation beachten. Zudem sollte sich jeder Verkäufer darüber klar sein, das ein Hausverkauf sehr aufwändig und zeitintensiv ist. Ausreichend Zeit sollte sich dafür eingeplant werden, um die Beste, steuerliche Lösung zu finden. Die steuerlichen Belange sollte auf gar keinen Fall unterschätzt werden, da Steuerbetrug hohe Strafen nach sich ziehen kann. Doch damit Ihnen das nicht passiert, haben Sie nun diesen Artikel zur Hand.

Mieterselbstauskunft zur Vermietung und Verwaltung

Mieterselbstauskunft - Was ist das und auf was muss achten?

Zahlreiche Menschen suchen heutzutage nach einer günstigen und zugleich guten Wohnung. Da die Mietpreise in den letzten Jahren stark angestiegen sind, sind die preiswerten Wohnungen sehr selten geworden. Außerdem bewerben sich sehr viele Personen auf eine einzige Wohnung. In vielen Fällen wollen die Vermieter eine Mieterselbstauskunft haben, damit sie sich ein genaues Bild von den Interessenten machen können.

Doch was ist eine Mieterselbstauskunft? Und warum spielt sie eine so wichtige Rolle bei der Vergabe einer Mietwohnung? Auf welche Fragen müssen die Menschen besonders achten, um bei der gewünschten Wohnung berücksichtigt zu werden? Diese und viele andere Fragen werden in diesem Ratgeber beantwortet.

Was ist eine Mieterselbstauskunft?

Viele Vermieter verlangen von den zukünftigen Mietern eine Mieterselbstauskunft, um sich ein genaues Bild der jeweiligen Personen zu machen. In dieser Auskunft werden wichtige und persönliche Angaben gemacht. Mit dieser Maßnahme wollen sich die Vermieter vor so genannten Mietnomaden und möglichen Zahlungsausfällen schützen. Die meisten Vermieter halten die Mieterselbstauskunft für sehr wichtig.

Zudem hilft dieses Schreiben bei der Auswahl der zukünftigen Mieter. Deswegen sollten alle Fragen möglich ehrlich, umfassend und richtig beantwortet werden. Wenn der zukünftige Mieter einen guten Eindruck auf den Vermieter macht, dann darf er auch in diese Wohnung einziehen.
In der Regal müssen die Interessenten einer Wohnung eine aktuelle Mieterselbstauskunft ausfüllen und direkt zum Besichtigungstermin mitbringen. Dieses Dokument sollte immer ordentlich ausgefüllt an den Vermieter übergeben werden.

Bei vielen Vermietern stellt dieses Schreiben sogar eine Art Bewerbung für die gewünschte Wohnung dar. Wenn in diesem Formular negative Daten eingetragen werden, dann wird die Wohnung an einen anderen Interessenten vergeben.

Wie funktioniert die Mieterselbstauskunft?

Eine Mieterselbstauskunft ist ein Formular, welches aus mehreren Seiten besteht. Dieses Schreiben lässt sich bei vielen Vermietern direkt vor einer Besichtigung erwerben. Zudem stellen zahlreiche Wohnungsgesellschaften solche Formulare direkt auf den eigenen Webseiten zur Verfügung. Die Interessenten einer Wohnung dürfen sich ein solches Schreiben ausdrucken und gleich ausfüllen. Das ausgefüllte und vollständige Formular muss dann zur Besichtigung mitgebracht werden.

Mittlerweile arbeiten auch viele Makler mit einer Mieterselbstauskunft, um einen geeigneten Mieter für eine Wohnung zu finden. Es kann auch vorkommen, dass ein solches Schreiben direkt während einer Besichtigung an die Interessenten verteilt wird. Wenn die Besichtigung zu Ende gegangen ist, dann kann die ausgefüllte Mieterselbstauskunft dem Vermieter übergeben werden. Allerdings haben die Interessenten einer Wohnung weitere Möglichkeiten, um dieses Schreiben an den Vermieter zu übermitteln.

Das ausgefüllte Formular lässt sich auch per Post oder E-Mail an den Vermieter übermitteln. In diesem Fall können sich die Verbraucher etwas mehr Zeit nehmen und alle Fragen in Ruhe beantworten. Wenn das Formular vollständig und gewissenhaft ausgefüllt wurde, dann kann es an den Vermieter oder den Makler geschickt werden. Wenn die Mieterselbstauskunft per E-Mail eingeschickt wird, dann wird es schneller beantwortet.

Selbstverständlich kann ein Mieterselbstauskunft Formular auch per Post an den Vermieter gesandt werden. Allerdings sollte dabei auf ein Einschreiben geachtet werden. Sollte das Formular verloren gehen, dann werden die Interessenten der Wohnung nicht informiert. Wenn die Mieterselbstauskunft mit einem Einschreiben verschickt und empfangen wird, dann liegt ein direkter Nachweis zum Erhalt der Sendung vor.

Was müssen die Verbraucher bei einer Mieterselbstauskunft Vorlage beachten?

Die Mieterselbstauskunft Vorlage sollte immer sinnvoll genutzt werden. Allerdings müssen dabei wichtige Hinweise beachtet werden. Da es für den Aufbau einer solchen Vorlage keine geregelten Vorgaben gibt, kann eine Mieterselbstauskunft unterschiedlich gestaltet werden. Dennoch sollten wichtige Fragen und Daten unbedingt enthalten sein. In einer Mieterselbstauskunft Vorlagen müssen immer ein Titel, eine Einleitung, der Mietzeitpunkt, diverse Erläuterungen und weitere Angaben zur Person gemacht werden.

Die Wohnungsinteressenten sollten immer den Titel "Mieterselbstauskunft" benutzen und als Überschrift einsetzen. Danach sollte immer das gewünschte Mietobjekt angegeben und beschrieben werden. Es kann sich lohnen, die jeweilige Objektnummer anzugeben. Als Nächstes muss der gewünschte Mietzeitpunkt genannt werden. Das ist insbesondere für den Vermieter wichtig, damit dieser keine Zahlungsausfälle für die Wohnung zu erwarten hat. In der Einleitung sollte ein Hinweis auf die freiwillige Auskunft enthalten sein.

Jede Mieterselbstauskunft erfolgt auf freiwilliger Basis und muss nicht unbedingt ausgefüllt werden. Allerdings bestehen immer mehr Vermieter auf eine solche Auskunft, auch wenn sie freiwillig ist. Danach sollte die persönlichen Angaben zu den Wohnungsinteressenten gemacht werden. Dabei müssen die Namen, die Telefonnummern sowie E-Mail-Adressen eingetragen werden.

Als Nächstes können Angaben zu den aktuellen Mietrückständen gemacht werden. An dieser Stelle dürfen auch Fragen zu Vorstrafen oder eidesstaatlichen Versicherungen beantwortet werden.
Zum Schluss können die Wohnungsinteressenten angeben, ob sie die Miete selbst bezahlen wollen oder auf das Sozialamt angewiesen sind.

Ganz zum Schluss werden dann Angaben zu den aktuellen Schufa-Einträgen gemacht. In der Regel informiert sich der Vermieter selbst über vorhandene Schulden der Interessenten. Negative Schufa-Einträge können sich dazu führen, dass die gewünschte Wohnung an eine andere Person vermittelt wird. Ganz unter auf dem Formular muss die Unterschriften der Wohnungsinteressenten stehen.

Was müssen die Verbraucher noch wissen, wenn sie eine Mieterselbstauskunft ausfüllen?

Eine Mieterselbstauskunft erfolgt immer auf freiwilliger Basis und muss nicht ausgefüllt werden. Allerdings setzten immer mehr Vermieter und Makler dieses Formular ein, um die Interessenten einer Wohnung besser kennenzulernen. Da der Wohnungsmarkt stark umkämpft ist, geben immer mehr Menschen eine freiwillige Mieterselbstauskunft ab. Vor der Abgabe des Formulars sollten die Verbraucher jedoch auf bestimmte Themenbereiche achten, welche nicht angefragt werden dürfen. Zu den unzulässigen Fragen gehören sehr private Angaben.

Die Verbraucher müssen zum Beispiel nicht angeben, welcher Religion sie angehören oder welche sexuelle Orientierung sie haben.
Zu den normalen und zulässigen Fragen gehören die Anfragen zu den aktuellen Mieteinnahmen.
Außerdem darf der Vermieter Fragen zum ausgeübten Beruf sowie dem aktuellen Arbeitsverhältnis stellen. Die Interessenten müssen zum Beispiel angeben, ob sie selbstständig arbeiten oder in einem festen Angestelltenverhältnis berufstätig sind. Wenn die Wohnungsinteressenten momentan arbeitslos sind, dann müssen sie das auch wahrheitsgemäß angeben.

Zudem sollten die Verbraucher immer mitteilen, ob sie Schulden abbezahlen müssen. Die meisten Vermieter holen sich eine zusätzliche Schufa-Auskunft ein und sichern sich doppelt ab. Mit diesem Verfahren werden die falschen Angaben sofort aufgedeckt. Außerdem kann der Vermieter nach den aktuellen Einnahmen der Wohnungsinteressenten fragen. Auch diese Frage ist legitim und darf in der freiwilligen Mieterselbstauskunft gestellt werden.

Die Interessenten einer Wohnung müssen auch angeben, ob sie Haustiere besitzen. In manchen Wohnungen sind Haustiere nicht erlaubt. Diese Angaben sind sehr wichtig und sollten immer wahrheitsgemäß eingetragen werden. Ansonsten ist Stress mit dem Vermieter vorprogrammiert. Im schlimmsten Fall kann der Wohnungsvertrag vorzeitig aufgelöst oder gekündigt werden.

Welche Fragen dürfen auf keinen Fall in einer Mieterselbstauskunft gestellt werden?

Es gibt mehrere Fragen, welche in einer Mieterselbstauskunft nichts verloren haben. Der Vermieter darf zum Beispiel keine Fragen zum Kinderwunsch oder der geplanten Familienplanung stellen. Außerdem müssen die Interessenten einer Wohnung nicht angeben, welcher Partei sie angehören.
Zudem darf der Vermieter nicht fragen, ob die Wohnungsinteressenten Mitglied im Mieterverein sind. Die Interessenten müssen auch keine Fragen zu den Vorstrafen oder sonstigen Ermittlungsverfahren beantworten.

Der Vermieter darf sich auch nicht danach erkundigen, ob die Wohnungsinteressenten Raucher oder Nicht-Raucher sind. Aber auch Fragen rund um den aktuellen Gesundheitszustand sowie einer möglichen Suchterkrankung dürfen nicht in einer Mieterselbstauskunft gestellt werden.
Außerdem müssen die Vermieter nicht unbedingt über einen rechtlichen Betreuer informiert werden. Diesen Angaben dürfen freiwillig gemacht werden, um die weiteren Verhandlungen mit dem Vermieter zu vereinfachen. Allerdings sind die Interessenten nicht zu diesen Angaben rechtlich verpflichtet.

Wenn der Rechtliche Betreuer verschiedene Angelegenheiten rund um die Wohnung verwaltet, dann kann diese Angabe freiwillig gemacht werden. Die Interessenten einer Wohnung müssen auch nicht angeben, ob sie über eine Mietrechtsschutzversicherung verfügen.

Wann müssen die zukünftigen Mieter weitere Angaben machen?

In bestimmten Fällen kann der Vermieter weitere Angaben von den Wohnungsinteressenten verlangen. Das kann zum Beispiel bei einem Insolvenzverfahren sein. Außerdem müssen die Verbraucher weitere Angaben machen, wenn die Miete von Sozialamt bezahlt werden soll. Wenn die Kaution vom Sozialamt übernommen wird, dann müssen sich die Wohnungsinteressenten dazu äußern.

In diesem Fällen kann der Vermieter zusätzliche Informationen von den Verbrauchern einfordern. Um die Wohnung zu erhalten, sollten die zusätzlichen Fragen des Vermieters ernst genommen und umfassend geklärt werden.